Nachhaltige Kleidung: Weg von dirty fashion, aber wie?

Dialogfilm für Schulen, 45 Minuten

 

Die Kleidungsindustrie gehört zu den schmutzigsten Geschäftszweigen internationaler Konzerne. Aktuellen Studien zufolge beträgt der CO2-Ausstroß der Textilindustrie mit 1,2 Billionen Tonnen jährlich mehr als der des gesamten Flugverkehrs. Mehr noch: Bis 2050 soll gar ein Viertel des schädlichen Klimagases durch Textilproduktion freigesetzt werden. Von CO2-Verbrauch, Ressourcenverschwendung im absoluten Übermaß bis hin zu moderner Sklaverei in den geographisch weit entfernten Ländern Asiens reichen die Vorwürfe.

 

Gerade für junge Menschen stellt sich daher die Frage: Geht das auch anders? Gibt es Ansätze, Kleidung ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig herzustellen und das vielleicht sogar mit einem relativ regionalen Anspruch? Gibt es gute Alternativen zum schnellen und massenhaften Konsum?

 

Wir wollen den Test machen und besuchen für unseren Dialogfilm europäische Unternehmen und Aktivisten (in Portugal, Deutschland, Estland, Dänemark und Spanien), die vor Ort Veränderungen herbeiführen wollen. Modelle zirkulärer Wirtschaft, junger sozialer Unternehmergeist und Gedanken ökologischer Gerechtigkeit spielen dabei ebenso eine Rolle wie der Blick über den Tellerrand eines von Instagram und Facebook-Bildern geprägten Modeideals, dem sich junge Zielgruppen kaum entziehen können

 

Dialogfilm

 

Am Ende des Projektes steht ein Dialogfilm, der junge Menschen dazu ermuntern soll, gerade in Fragen der Kleidung und Mode neue Wege zu beschreiten. Der fertige Film kann als Unterrichtsressource im Rahmen von Projekt- und fächerübergreifendem Unterricht eingesetzt werden und somit für die aktuellen Herausforderungen sensibilisieren. Bei der Erstellung des Filmes und filmbegleitender Arbeitsmaterialien stehen uns erfahrene Pädagogen (Universität Köln und Bielefeld) und Studienräte beratend zur Seite. Der Film will die richtigen Fragen stellen, die dann im Anschluss an dessen Einsatz im Unterricht erörtert werden können.

 

Avisierter Drehbeginn Mitte 2020

Auf der Suche nach der Geschichte der Zukunft

Abendfüllender Kinodokumentarfilm, 90 Minuten
Die fünfjährige Maya, ihre alleinerziehende Mutter Imai und deren Mutter Yudita sind die einzigen jüdischen Bewohner des Südseestaates Cook Islands. Ihre Familie lebt heute inmitten eines Meeres christlicher Inseln am weitest-entfernten Punkt von Jerusalem.
Imai hat eine starke Vision: Sie möchte für Maya die unvorstellbare Geschichte ihrer Familie, die die Shoa überlebt hat, dokumentieren. Sie will zu ihren Wurzeln zurückkehren und diese für Mayas Zukunft finden: Über Chile und Bolivien führt der Film uns zurück nach Wien und Südspanien. Von der Ur-Großmutter, die einst bei Siegmund Freud in Wien studierte und von den Nationalsozialisten zur Flucht gezwungen wurde, bis hin zur Geburt Mayas, die heute in Rarotonga lebt.

Die Reise in die Geschichte ihrer Familie ist dabei nicht nur eine Odyssee in die Vergangenheit: Die wichtigsten Fragen liegen in der Zukunft. Was musste alles passieren, damit Maya ausgerechnet auf den Cook Islands zur Welt kommen konnte? Und was kann Maya daraus lernen? 
In Zusammenarbeit mit Tusitala-Movies - Anvisierter Drehbeginn 2020
Schauplätze: Rarotonga, Israel, Chile, Österreich

Sonnenwind - die Geschichte zweier Inseln

In Deutschland gehört die Energiewende immer noch zu einer umstrittenen Zukunftsvision. Auf El Hierro und den Cook-Inseln ist sie schon zur Realität geworden. Was bedeutet diese Wende für Menschen, die dort leben?

 

El Hierro: Auf der kleinsten Insel der Kanarengruppe arbeiten die Menschen unermüdlich daran, sich mit 100% Windenergie zu versorgen. 17.500km entfernt liegen die isolierten Inselnationen Ozeaniens: Sie sind zugleich die ersten Staaten der Welt, die den Versuch wagen, von 100% Solarstrom zu leben. Und sind sie erfolgreich?

 

Verbunden sind beide Gesellschaften durch ihre Anstrengungen für die Zukunft. Unser abendfüllender Kinodokumentarfilm SONNENWIND will zeigen, wie gemeinschaftliches Engagement und nachhaltige Technologie das Leben der Menschen zum Positiven verändern können – mit einem Film, der emotional berührt, und zeigt, wie Wandel funktionieren kann.

 

Zur Zeit in Postproduktion - Fertigstellung 2020